Höfner Musikinstrumente - der Anfang.

Das Jahr 1887 war in vielerlei Hinsicht ein ganz normales Jahr - von einigen bedeutenden Ereignissen abgesehen...

  • 28. Januar: Arthur Rubinstein wird geboren.
  • 4. März: Gottlieb Daimler stellt sein erstes Automobil vor.
  • 21. Juni: das britische Empire begeht Queen Victorias 50. Kronjubiläum.
  • 1. Juli: Beginn der Bauarbeiten für den Eiffelturm in Paris.
  • 23. August: Beschluß des "Merchandise Marks Act" durch das engliche Parlament, wonach deutsche Waren mit "Made in Germany" markiert sein müssen.
  • 8. September: Gründung der Firma Höfner..

 
Dieser letzte Punkt ist natürlich von besonderer Bedeutung für uns. 

 

 

Karl Höfner hatte seine Geigenbauerausbildung bei Anton Schaller absolviert, machte sich danach selbstständig und stellte Geigen her.
Die ersten verkauft er am 8. September 1887. Das war der Beginn der Firma Höfner.
Wir wissen das so genau, weil sein Tagebuch aus diesem Jahr bis heute erhalten ist. 

Sein Geschäft wurde schnell erfolgreich aufgrund der hohen Qualität seiner Instrumente,  die schon bald in ganz Europa nachgefragt wurden. Karl Höfners Werkstatt war in Schönbach, Nordböhmen (heute Luby), seit Mitte des 17. Jahrhunderts "Österreichs Cremona" mit bis zu  1.500 Instrumentenbauern. Der Betrieb blieb bis 1948 in Schönbach. Karl heiratete Rosalia, die Tochter eines Geigenbaumeisters, zusammen hatten sie 5 Kinder: Marie, Josef, Rose, Rudoph und Walter. 

Direkt nach dem 1. Weltkrieg nahm Karl Höfner die beiden Söhne Walter und Josef mit ins Geschäft auf, was zu dem perfekten Team führte: Josef war ein brillianter Geschäftsmann und Walter ein begabter Handwerker. Zusammen führten sie das Unternehmen von einer erfolgreichen kleinen Werkstatt zu einem der größten Instrumentenhersteller Europas. Insbesondere der weltweite Export hochwertiger Instrumente war die Triebfeder des Wachstums.

 

 

 

  
gegenüber: Karl Höfner (sitzend) in seiner Werkstatt um 1895.